[THE EFFICACY OF L-DOPA IN PARKINSON PATIENTS WITH AND WITHOUT STEREOTACTIC BRAIN SURGERY].
[THE EFFICACY OF L-DOPA IN PARKINSON PATIENTS WITH AND WITHOUT STEREOTACTIC BRAIN SURGERY].
A plain-language reading has not been prepared for this paper yet.
Original abstract
1. Dopamin (3-Hydroxy-Tyramin) ist unter physiologischen Bedingungen in der Substantia nigra und im Striatum angereichert, beim Parkinsonkranken dagegen besteht ein Dopaminmangel durch Zellausfall, er ist wahrscheinlich Ursache der Akinese, Die i.v. Injektion der Dopaminvorstufe l-Dopa (l-Dioxyphenylalanin) bewirkt eine Erhohung der Dopaminkonzentration im Gehirn. 2. 30 Patienten mit Akinese neben Rigor und Tremor testeten wir vor und nach dem stereotaktischen Eingriff jeweils ohne und mit 100–150mg l-Dopa i.v. und ermittelten die anti-akinetische Wirkung mittels eines Bewegungs- und Geschicklichkeitstests aus 20 Ubungen. Unter identischen Bedingungen wurde mindestens viermal der Zeitbedarf fur jede Ubung gemessen und die Art der Durchfuhrung nach bestimmten Richtlinien benotet. 3. Der Ausgangswert = Leerwert jedes Patienten wurde nach der Klinikaufnahme festgestellt. 2 1/2 (und bei 5 Patienten als Kontrolle 12) Std nach der l-Dopa-Gabe wiederholten wir den Bewegungstest. Am 6.–10. Tag nach der stereotaktischen Operation wurden die Testuntersuchungen wiederholt. Die Wirkungsdauer erstreckt sich uber hochstens 12 Std. Nebenwirkungen (Erbrechen, Schwindelgefuhl, Benommenheit und Hitzegefuhl) traten bei Dosierungen uber 150 mg, zu rascher Injektion, wiederholter l-Dopa-Gabe und bei Vorbehandlung mit Mono-Aminooxydasehemmern auf. 4. Klinisch zeigte l-Dopa einen, allerdings unterschiedlich starken kinetischen Effekt: Nahezu bewegungsunfahige Kranke konnten sich fur die Dauer der Dopa-Wirkung aufsetzen oder aufstehen, Startschwierigkeiten, Propulsion und fehlendes Mitbewegen der Arme wurden reduziert, die undeutliche, verwaschene oder aphonische Sprache wurde kraftiger und deutlicher, Mikrographie und Schreibschwierigkeiten wesentlich gebessert. 5. Bei der statistischen Auswertung der Bewegungs- und Geschicklichkeitstests bessert l-Dopa vor der stereotaktischen Operation den Zeitfaktor um 15,7% (±6,51), den Geschicklichkeitsfaktor um 6,9% (±6,5). Die Operation allein verbessert den Zeitfaktor um 22,5% (±7,89) und den Geschicklichkeitsfaktor um 17,0% (±10,0). Nach der stereotaktischen Operation betragt der kinetische l-Dopa-Effekt auf den Zeitfaktor − 31,1% (±11,7), auf den Geschicklichkeitsfaktor + 17,3 (±17,8). 6. Tabellarisch werden die Ergebnisse der Kranden in vier Schweregraden dargestellt. Die Operation allein bewirkte die starkste Besserung des Zeitbedarfs und der Geschicklichkeit. Nach dem Eingriff war die l-Dopa-Wirkung deutlich besser als praeoperativ. 7. l-Dopa wirkt nur kurzzeitig fur 1 bis hochstens 12 Std gunstig auf die verminderte Bewegungsfahigkeit. Bei schwersten Fallen von Akinese ist es geringer wirksam als bei leichten Fallen. Die stereotaktische Operation begunstigt durch die Minderung der Rigor- und Tremorsymptomatik den l-Dopa-Effekt; Diese Wirkung ist hinsichtlich des Zeitfaktors vor der stereotaktischen Operation groser, hinsichtlich der Geschicklichkeit nach der Operation. 8. Fur eine Dauertherapie ist l-Dopa wegen moglicher Nebenwirkungen und ungunstiger Applikationsform (taglich i.v.) vorerst noch nicht brauchbar.